Du lässt 2000 Flyer drucken, legst sie in Cafés und Läden aus und weisst am Ende nicht, ob sie etwas gebracht haben. Mit einem QR-Code, einer passenden Landingpage und ein paar Regeln wird gedruckte Werbung messbar. Ohne Tracking-Zirkus und ohne Cookie-Banner.

Ein Code pro Ort
Der wichtigste Trick ist banal: Jeder Auslageort bekommt seinen eigenen Code. Technisch ist das ein kurzer Link mit einer Kennung, etwa einer für das Café an der Ecke und einer für den Quartierladen. Alle Codes führen zur gleichen Seite, aber du siehst, woher die Besucher kamen.
So beantwortest du nach zwei Wochen die Frage, die sonst niemand beantworten kann: Wo lohnt sich der nächste Stapel?
Die Landingpage gehört zum Flyer
Viele QR-Codes führen auf die Startseite der Website. Dort sucht der Kunde dann das Angebot, das er gerade auf Papier gesehen hat, und gibt nach zehn Sekunden auf. Besser:
- Gleiches Angebot, gleiche Sprache, gleiches Bild wie auf dem Flyer. Der Kunde muss sofort wiedererkennen, wo er ist.
- Eine einzige Handlung: Termin wählen, vorbestellen oder anrufen. Nicht fünf Möglichkeiten.
- Gebaut fürs Handy und in unter zwei Sekunden geladen. Wer scannt, steht meistens irgendwo und hat wenig Geduld.

Technik, die zählt
- Grösse: mindestens 2 cm, besser 2,5 bis 3 cm, wenn aus etwas Distanz gescannt wird, etwa an einem Aushang.
- Kontrast: dunkler Code auf hellem Grund. Ein Code in der Hausfarbe geht, solange sie dunkel genug ist.
- Ruhezone: Rund um den Code braucht es freien Rand, etwa vier Punkte breit. Sonst scheitern ältere Kameras.
- Kurzer Link: Je kürzer die Adresse, desto weniger und grösser die Punkte im Code. Das macht ihn robuster.
- Gedruckt testen: mit mehreren Handys, bei Tageslicht und bei Kunstlicht, nicht am Bildschirm.
Vorsicht bei Gratis-Generatoren
Manche kostenlosen QR-Dienste leiten deinen Code über ihre eigene Adresse um. Das funktioniert, bis der Dienst ein Abo verlangt oder abgeschaltet wird. Dann führen tausende gedruckte Flyer ins Leere. Der Code sollte immer auf eine Adresse zeigen, die dir gehört.
Messen ohne Cookie-Banner
Um zu wissen, wie oft ein Code gescannt wurde, brauchst du keine Werbe-Tracker. Es reicht, die Aufrufe jedes Kurzlinks auf dem eigenen Server zu zählen, ohne Personendaten. Dazu kommen die Buchungen oder Bestellungen, die über die Landingpage eingehen. Mehr braucht es für eine klare Aussage nicht.
Wie das aussieht
Auf meiner Startseite findest du drei Beispiel-Flyer für erfundene Zürcher Geschäfte, jeweils mit echtem QR-Code, passender Landingpage und druckfertigem PDF. Scann sie ruhig mit dem Handy.